Lokale Klimadaten
200 Jahre Temperaturschwankungen in Europa
Man kann den Klimawandel nicht nur an der Temperatur festmachen. Die Farben zeigen die Temperaturen an sechs Orten Mitteleuropas, die schwarze fette Linie ist der globale Mittelwert. [ Inhalt ] Kommentare zum KlimawandelMittelwerteDie mittleren Jahrestemperaturen sind leider nicht besonders aussagekräftig, wenn man die Erwärmung der letzten Jahre bewerten will. Mehr sagen einem die
Winterwetter 2003Das Winterwetter in Deutschland wird durch zwei Gegenspieler bestimmt. Einerseits gibt es das berühmte grosse Atlantiktief ueber Island. Dieses führt mit den milden Westwinden von der Atlantikkueste warme Luft ueber Frankreich und Belgien nach Deutschland. Schneeflocken haben hier keine Chance. Der Gegenspieler ist ein grosses Kältehoch, welches sich ueber Weissrussland und Russland erstreckt. Hier ist der Winterschnee zu Hause. Von Woche zu Woche bestimmen im Winter diese beiden großen Drucksysteme den Witterungsverlauf in Europa. Je nach Winterverlauf ueberwiegen eher die milden Atlantikwinde oder die kalten Ostwinde des Hochdruckgebietes.Milde Winter gab es in den letzten Jahren sehr häufig. Der erste extrem milde Winter wurde 1988/1989 beobachtet. Die Temperaturen lagen im Schnitt 3-4 Grad ueber den Mittelwerten der Jahre 1951-1980. In vielen Städten Deutschlands gab es ueber den ganzen Winter hinweg nicht einen einzigen Tag mit Schnee! In den neunziger Jahren wurden zahlreiche milde Winter beobachtet. So fielen 1992, 1994 und 1998 viel zu warm aus mit 2-4 Grad zu hohen Durchschnittstemperaturen. Der ein oder andere Rosenmontagszug konnte so in Köln bei 15 Grad plus und Sonnenschein stattfinden! Die Wintermonate ähnelten insgesamt mehr einem kühlen Herbstmonat. Einen sehr kalten Winter gab es zuletzt 1996/1997. Russische Festlandsluft bestimmte fast durchweg die Witterung in Mitteleuropa. In diesem Winter lag ueber Tage hinweg auch eine Schneedecke im Flachland. Die Temperatur lag im Jahr 1996 und auch 1997 deutlich tiefer als in den letzten sechzig Jahren. Kalte Winter werden somit immer seltener und damit geht es letztendlich auch den Schneeflocken an den Kragen. Im 'Schneeparadies' München gab es in den fünfziger und sechziger Jahren rund 80 Tage mit mehr als 1 cm Schnee im Jahr. Heute sind es nicht einmal mehr 30 Tage pro Jahr. Auch Berlin hatte in den fünfziger Jahren sechzig Schneetage. Heute liegt die Anzahl bei 20-25 Tagen pro Jahr. In Hamburg ist ein Rückgang von 30 Tagen nach dem 2. Weltkrieg auf 15 Tage im neuen Jahrtausend zu verzeichnen. Am schlechtesten sieht es am milden Rhein fuer den Schnee aus. Von 20 Schneetagen in den sechziger/siebziger Jahren sind heute noch 10-12 Tage übrig. Ursache und da sind sich die Klimaforscher einig, ist die globale Erwaermung, die vermehrt den Atlantikwind in Europa wehen lässt und somit dem kalten russischen Hoch kaum Chancen einräumt. Setzt sich der Rückgang der Schneetage in dem Tempo wie bisher weiter fort, wird es in weiten Teilen Deutschlands im Flachland nach dem Jahr 2020 nur noch einige wenige Schneetage geben. Nach 2030 bestehen gute Chancen, dass Schneefall am Rhein so bewundert wird wie Neuschnee an der Cote d´Azur oder in Rom. Karsten Brandt [ Inhalt ] Neues Forschungsergebnis aus Großbritannien und den USANördliche Halbkugel erreicht ein 2000-jähriges Temperaturmaximum.
'Die Nördliche Erdhemisphäre war seit 1980 heißer als in irgendeiner Zeit in den letzten 2000 Jahren', so eine von einem internationalen Wissenschaftlerteam durchgeführte umfassenden Studie über die Obenflächentemperatur der Erde.
[ Inhalt ] Der Paläontologe und Ökologe Chris Lavers schreibt:'Viele Leute wissen, dass die Katastrophe, der die Dinosaurier zum Opfer fielen, den ganzen Planeten erschütterte, aber verglichen mit der globalen Krise am Ende des Perm [-250 Mio. Jahre] war das Kreidezeit-Debakel eine Kleinigkeit.' [Man vermutet, dass um -65 Mio. Jahren ein Meteorit mit ca.100km Durchmesser in der heutigen Gegend von Yucatan, Mexiko einschlug und die Kreidezeit beendete].'Man schätzt, dass damals 95% aller existierenden Arten austarben.' [Ende des Perm] ... 'Welches Ereignis hat dieses Vernichtungswerk ... ausgelöst? Die Antwort, die sich allmählich aus den jüngsten Forschungsergebnissen herausschält, ist angesichts unserer eigenen misslichen Umweltsituation beängstigend: es sieht so aus, als habe das Leben dieses größte Unglück seiner vereinten Kraft von globaler Vermischung und globaler Erwärmung zu verdanken.' Die weltweite Temperaturerhöhung am Ende des Perm ist inzwischen hervorragend belegt. ... Die Erwärmung der tropischen Regionen ist inzwischen auf 6K geschätzt worden. In höheren Breiten dürfte die Temperatur noch stärker gestiegen sein, so dass sich der Temperaturgradient zwischen den Polen und dem Äquator abflachte. .... Steigende Temperaturen und das Abflachen des Pol/Äquator-Gefälles wirkten sich auch auf die Meere drastisch aus. ... Das Pol/Äquator-Temperaturgefälle treibt die Meeresströmung an: ... geht sie gegen Null, so kommt die Zirkulation ganz zum Erliegen... der Ozean ist 'schal' geworden.' ... 'Wie war es überhaupt zu einer so starken Erwärmung der Erde gekommen? Beunruhigenderweise lief damals in etwas das selbe ab wie heute: Übermäßige Kolendioxydabgabe an die Atmosphäre...' Wer weiterlesen will, holt sich das spannende Buch von Chris Lavers: [ Inhalt ] Lokale Klimadaten aus Aachen.. für die Jahre 1995 bis heute finden Sie kostenlos (im Gegensatz zum aus Steuern bezahlten Deutschen Wetterdienst) auf unserer |