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Lokale Klimadaten


 

Was finden Sie hier?

  1. 200 Jahre Temperaturschwankungen in Europa
  2. Kommentare zum Klimawandel
  3. Neues Forschungsergebnis aus Großbritannien und den USA
  4. Dinosaurier
  5. Lokale Klimadaten
 

 

200 Jahre Temperaturschwankungen in Europa

Klick zur Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Wien
Man kann den Klimawandel nicht nur an der Temperatur festmachen.
Die Farben zeigen die Temperaturen an sechs Orten Mitteleuropas, die schwarze fette Linie ist der globale Mittelwert.

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Kommentare zum Klimawandel

Mittelwerte

Die mittleren Jahrestemperaturen sind leider nicht besonders aussagekräftig, wenn man die Erwärmung der letzten Jahre bewerten will. Mehr sagen einem die Gradtagszahlen eines Jahres: diese zeigen zuverlässig den momentan sinkenden Heizbedarf an. Aus der schwarzen Globalkurve ist ersichtlich, dass die niedrigen Werte von 1900 im Jahr 2000 wieder kompensiert waren: der gemittelte Anstieg ist ~Null. Allerdings mit weiter steigender Tendenz.
Klimawandel Messungen von Klimadaten finden erst seit 150 Jahren statt - daraus eine Tendenz zur globalen und dauerhaften Erwärmung der letzten 2,4 Milliarden Jahre herauszulesen ist so genau wie die 'wahre' Vorrausssage der eigenen Zukunft auf dem Jahrmarkt. Lesen Sie auch dazu die aktuellen Meldungen unter Klimawandel.
Studien der Gesamthochschule Kassel haben für 2075 das nebenstehende Katastrophenszenario errechnet.

 

Winterwetter 2003

Das Winterwetter in Deutschland wird durch zwei Gegenspieler bestimmt. Einerseits gibt es das berühmte grosse Atlantiktief ueber Island. Dieses führt mit den milden Westwinden von der Atlantikkueste warme Luft ueber Frankreich und Belgien nach Deutschland. Schneeflocken haben hier keine Chance. Der Gegenspieler ist ein grosses Kältehoch, welches sich ueber Weissrussland und Russland erstreckt. Hier ist der Winterschnee zu Hause. Von Woche zu Woche bestimmen im Winter diese beiden großen Drucksysteme den Witterungsverlauf in Europa. Je nach Winterverlauf ueberwiegen eher die milden Atlantikwinde oder die kalten Ostwinde des Hochdruckgebietes.
      Milde Winter gab es in den letzten Jahren sehr häufig. Der erste extrem milde Winter wurde 1988/1989 beobachtet. Die Temperaturen lagen im Schnitt 3-4 Grad ueber den Mittelwerten der Jahre 1951-1980. In vielen Städten Deutschlands gab es ueber den ganzen Winter hinweg nicht einen einzigen Tag mit Schnee! In den neunziger Jahren wurden zahlreiche milde Winter beobachtet. So fielen 1992, 1994 und 1998 viel zu warm aus mit 2-4 Grad zu hohen Durchschnittstemperaturen. Der ein oder andere Rosenmontagszug konnte so in Köln bei 15 Grad plus und Sonnenschein stattfinden! Die Wintermonate ähnelten insgesamt mehr einem kühlen Herbstmonat.
      Einen sehr kalten Winter gab es zuletzt 1996/1997. Russische Festlandsluft bestimmte fast durchweg die Witterung in Mitteleuropa. In diesem Winter lag ueber Tage hinweg auch eine Schneedecke im Flachland. Die Temperatur lag im Jahr 1996 und auch 1997 deutlich tiefer als in den letzten sechzig Jahren.
      Kalte Winter werden somit immer seltener und damit geht es letztendlich auch den Schneeflocken an den Kragen. Im 'Schneeparadies' München gab es in den fünfziger und sechziger Jahren rund 80 Tage mit mehr als 1 cm Schnee im Jahr. Heute sind es nicht einmal mehr 30 Tage pro Jahr.
Auch Berlin hatte in den fünfziger Jahren sechzig Schneetage. Heute liegt die Anzahl bei 20-25 Tagen pro Jahr. In Hamburg ist ein Rückgang von 30 Tagen nach dem 2. Weltkrieg auf 15 Tage im neuen Jahrtausend zu verzeichnen. Am schlechtesten sieht es am milden Rhein fuer den Schnee aus. Von 20 Schneetagen in den sechziger/siebziger Jahren sind heute noch 10-12 Tage übrig.
      Ursache und da sind sich die Klimaforscher einig, ist die globale Erwaermung, die vermehrt den Atlantikwind in Europa wehen lässt und somit dem kalten russischen Hoch kaum Chancen einräumt. Setzt sich der Rückgang der Schneetage in dem Tempo wie bisher weiter fort, wird es in weiten Teilen Deutschlands im Flachland nach dem Jahr 2020 nur noch einige wenige Schneetage geben. Nach 2030 bestehen gute Chancen, dass Schneefall am Rhein so bewundert wird wie Neuschnee an der Cote d´Azur oder in Rom.
 
Karsten Brandt Donnerwetter.de © 27.11.2003
 
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Neues Forschungsergebnis aus Großbritannien und den USA

Nördliche Halbkugel erreicht ein 2000-jähriges Temperaturmaximum.
Germanwatch übersetzt einen ENS-Beitrag vom 2.9.03 aus dem Englischen.
 

'Die Nördliche Erdhemisphäre war seit 1980 heißer als in irgendeiner Zeit in den letzten 2000 Jahren', so eine von einem internationalen Wissenschaftlerteam durchgeführte umfassenden Studie über die Obenflächentemperatur der Erde.
Klimawissenschaftler Philip Jones von der Klimawissenschafts-Einheit der University of East Anglia (UK) und Michael Mann von der University of Virginia veröffentlichten in der August-Ausgabe der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" eine Studie, die zeigt, dass die Temperaturen der Nordhemisphäre des ausgehenden 20. Jahrhunderts seit mindestens "grob gesprochen den zwei letzten Jahrtausenden" seien.
      Schlussfolgerungen für die Südhemisphäre und die Weltmitteltemperatur sind gegenwärtig durch die Spärlichkeit verfügbarer Daten zur Südhemisphäre begrenzt, sagen die Wissenschaftler, aber sie haben Vertrauen in ihre Aussagen über die Nordhemisphäre. Die beiden Professoren rekonstruierten das Weltklima mittels einer komplexen Reihe von Untersuchungen bis in vorchristliche Zeiten zurück.
      Sie untersuchten Eisbohrkerne und alte Baumringe, die sich bildeten, bevor die Menschen Klimaaufzeichnungen machten, und fügten historische Aufzeichnungen aus jüngerer Zeit aus den Niederlanden, der Schweiz und China zu ihren Daten.
Mann und Jones analysierten Bohrkerne der Eiskappen von Antarktis und Grönland, die Eis und Schnee aus 2000 Jahren durchstoßen, und analysierten die in den Bohrkernen eingeschlossenen Luftblasen nach Informationen über das Klima zu der Zeit, als sich das Eis bildete.
Sie benutzten paläoklimatische Daten, die aus China, Peru, Tasmanien und aus der Chesapeake-Bucht in den Vereinigten Staaten zusammengetragen worden waren, um ein Bild von vorgeschichtlichen Temperaturen zusammenzutragen.
      Als alle Datensätze zusammen waren, unterstützten die Ergebnisse die Schlussfolgerung, dass menschliches Handeln für eine Erwärmung des Planeten um mindestens 0,2 Grad oder 0,36 Grad Fahrenheit in den letzen 20 Jahren verantwortlich seien.
'Man kann diese schnelle Erwärmung des späten 20. Jh. auf keine andere Weise erklären', teilte Jones BBC News Online mit, 'es ist eine Reaktion auf die Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre.'
 
Aber einige Wissenschaftler wie Dr. Sallie Baliunas am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics glauben, das komplexe Klimasystem der Erde würde in einer Weise arbeiten, die noch nicht verstanden sei. 'Kein zuverlässiger Beweis für einen katastrophalen menschgemachten Erwärmungstrend kann in den besten verfügbaren Temperaturdaten gefunden werden', sagte sie.
      Jones sagte: 'Die Klimaskeptiker verschwenden ihre Zeit'. 'Sie müssen die Aufzeichnungen zusammen aggregieren, wie wir es taten. Wir würden gerne mehr Aufzeichnungen haben, insbesondere von den Tropen. - aber wir denken, wir haben genug Information, um zu sagen, die Welt ist nun wärmer als sie es in den letzten 2000 Jahren war.'
Die Ergebnisse von Jones und Mann unterstreichen den neuesten Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change, in dem 2001 stand: 'Der Anstieg der Oberflächentemperatur im 20. Jh. für die nördliche Hemisphäre ist wahrscheinlich größer ausgefallen als für jedes Jahrhundert in den letzten tausend Jahren.'
Ihre Forschung unterstützt gleichermaßen einen Bericht vom Juli des britischen (...) Hadley Centers. Dr. Peter Stott, der die Gruppe am Hadley Center leitet, sagte am 28. Juli: 'Die kontinentale Erwärmung der vergangenen letzten Jahrzehnte kann nicht durch natürliche Faktoren wie die Änderung der Sonnenaktivität, Vulkane oder natürliche Schwankungen erklärt werden. Aber sobald wir die Wirkung menschlichen Handels einbeziehen, finden wir, dass wir die Erwärmung, die beobachtet wird, erklären können."

Quelle: ENS (genehmigt von G. Kier am 27.10.2003)
 
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Der Paläontologe und Ökologe Chris Lavers schreibt:

'Viele Leute wissen, dass die Katastrophe, der die Dinosaurier zum Opfer fielen, den ganzen Planeten erschütterte, aber verglichen mit der globalen Krise am Ende des Perm [-250 Mio. Jahre] war das Kreidezeit-Debakel eine Kleinigkeit.' [Man vermutet, dass um -65 Mio. Jahren ein Meteorit mit ca.100km Durchmesser in der heutigen Gegend von Yucatan, Mexiko einschlug und die Kreidezeit beendete].
'Man schätzt, dass damals 95% aller existierenden Arten austarben.' [Ende des Perm]
...
'Welches Ereignis hat dieses Vernichtungswerk ... ausgelöst? Die Antwort, die sich allmählich aus den jüngsten Forschungsergebnissen herausschält, ist angesichts unserer eigenen misslichen Umweltsituation beängstigend: es sieht so aus, als habe das Leben dieses größte Unglück seiner vereinten Kraft von globaler Vermischung und globaler Erwärmung zu verdanken.'
Die weltweite Temperaturerhöhung am Ende des Perm ist inzwischen hervorragend belegt. ... Die Erwärmung der tropischen Regionen ist inzwischen auf 6K geschätzt worden. In höheren Breiten dürfte die Temperatur noch stärker gestiegen sein, so dass sich der Temperaturgradient zwischen den Polen und dem Äquator abflachte. .... Steigende Temperaturen und das Abflachen des Pol/Äquator-Gefälles wirkten sich auch auf die Meere drastisch aus. ... Das Pol/Äquator-Temperaturgefälle treibt die Meeresströmung an: ... geht sie gegen Null, so kommt die Zirkulation ganz zum Erliegen... der Ozean ist 'schal' geworden.'
...
'Wie war es überhaupt zu einer so starken Erwärmung der Erde gekommen? Beunruhigenderweise lief damals in etwas das selbe ab wie heute: Übermäßige Kolendioxydabgabe an die Atmosphäre...'
 
Wer weiterlesen will, holt sich das spannende Buch von Chris Lavers: Warum haben Elefanten so große Ohren? Mit Register und ausführlichen Literaturempfehlungen.
 
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Lokale Klimadaten aus Aachen

.. für die Jahre 1995 bis heute finden Sie kostenlos (im Gegensatz zum aus Steuern bezahlten Deutschen Wetterdienst) auf unserer Heizungs-Website! Dort finden Sie unter 'Betriebsdaten' Statistiken, Ganglinien, Extrema und Gradtagszahlen. Nebenbei lernen Sie, wie Sie Ihre Heizung sparsam machen können...

 
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eMail © System Integration Beitzke
Seite erstellt am: 1.9.1999, letzte Änderung 12:51 13.11.2005, Sonntag