Meldungen

Inhalt

  1. Was finden Sie hier?
  2. Abschirmwirkung
  3. Asbest
  4. Energiesparfenster
  5. Handwerk Meistertitel
  6. Holz
  7. Stromverbrauch 2002
  8. VDI Luftgüte-Karte
  9. Wertverlust
  10. Wind ist billiger als Kohle


 

1. Was finden Sie hier?

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2. Abschirmwirkung

.. von Mikrowellen im Innern von Lehmhäusern

Die Untersuchungsergebnisse im Einzelnen:

- Gründächer mit 15 cm Leichtsubstrat erwirkten für die Frequenzbereiche von 1,8 GHz bis 1,9 GHz des Mobilfunk-E-Netzes und der schnurlosen DECT-Telefone eine Strahlungsdämpfung von ca. 99,4% (22 dB), Lehmgewölbe mit Grasdachabdeckung sogar 99,999% (49 dB).

- Mit 99,9999% (60 dB) ist die Abschirmung von UMTS-Frequenzen der zukünftigen Mobilfunkgeneration ab 2002 sogar noch etwas besser. Sie liegen im Frequenzbereich von 1,92 GHz bis 2,17 GHz.

- Ebenfalls 99,9999% (60 dB) ist für Richtfunkwellen im 4 GHz-Bereich erreichbar. 'Bei konventionellen Baustoffen, wie einem Ziegeldach, beträgt die Abschirmung in den Frequenzbereichen von E-Netz und UMTS nur etwa 3 dB, also rund 50%', vergleicht Minke. Fazit: Hinsichtlich Kosten und Wirkung sind Lehmbauten zur Abschirmung hochfrequenter Strahlungen konkurrenzlos.

'Die Türen sollten nicht zur bestehenden Basisstation ausgerichtet sein und metallische Beschichtungen oder eine metallische Fliegengitterdoppeltür aufweisen' erklärt der Lehmbau-Experte. Er empfiehlt für die innere Schale der Außenwände eine 24 cm dicke Schicht aus Lehmsteinen oder Blähtonleichtlehm mit einer Rohdichte von mindestens 800 kg/m³' die weitaus effizienter sei als Kalksandsteine und Hohllochziegeln in vergleichbarer Stärke. 'Was die Fensteröffnungen betrifft, lässt sich die geringe Abschirmwirkung von einfachen Isolierverglasungen durch eine Wärmedämmverglasung aufstocken", erläutert er, 'auf Grund ihrer Edelmetallbedampfung erreichen diese eine Abschirmung von ca. 30(dB)=99,9 %'.
...
Noch bessere Werte lassen sich mit Drei-Scheiben-Verglasungen und metallischen Fliegengittern erzielen.
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Im Gegensatz zum Bundesamt für Strahlenschutz, das schnurlose DECT-Telefone als generell unbedenklich wertet, rät Gernot Minke - unter Hinweis auf Ergebnisse der Münchner Untersuchungen - auch zum sorgsamen Umgang mit hochfrequenten Wellen im  Gebäudeinneren: 'Schnurlose DECT-Basisstationen senden ständig gepulste Strahlung aus, die eine erhebliche gesundheitliche Belastung darstellen.'
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(Ebenso verfügen Lehmbauten über eine hervorragende Luft- und Wohnqualität!)
(Gernot Minke, Lehmbau-Handbuch + VDI-Nachrichten 15.6.01)


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3. Asbest

Die gefährlichen Fasern werden fest eingeschlossen.
Italienische Chemiker haben ein neues Einsatzgebiet für Gewürznelken gefunden. Sie neutralisierten Asbestfasern mittels eines Nelkenextraktes. Kam die Flüssigkeit mit der Asbestoberfläche in Berührung, verhärtete sich das faserartige Material zu einem ligninartigen Polymer. Lignin ist ein wesentlicher Bestandteil von Holz.
Die gefährlichen Fasern wurden eingebettet und konnten nicht mehr in die Luft entweichen, so der New Scientist.

Die Chemikerin Bice Fubini von der Universität Turin verwendete eine Mischung von Wasserstoffperoxid und Eugenol. Eugenol ist eine Aromakomponente der Gewürznelken (Eugenia caryophyllata). Die Wirkstoffkombination wirkte bei Krokydolith (blauer Asbest). Krokydolith gilt als die gefährlichste Form des Minerals. Die Forscher sind überzeugt, dass Eugenol auch bei weißem und braunem Asbest wirkt.
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Asbest wurde in der Vergangenheit fast universell eingesetzt. Da das Mineral nicht brennt sowie Wärme und Schall schlecht leitet, wurde es zur Isolierung von Rohren, Heizungen und Elektrogeräten sowie als Asbestzement in Gebäuden verwendet. Obwohl die Verwendung stark eingeschränkt wurde, bereitet der Kontakt bei Sanierungen und die unbemerkte Aufnahme von Fasern durch die Verwitterung von Asbest Probleme. Bei der Verwitterung spalten sich Fasern ab, die staubfein sind und eingeatmet werden können. Personen, die mit Asbest in Kontakt kamen, haben ein höheres Risiko, an einer Asbestose zu erkranken. Bei der Krankheit verhärten sich die Lungengewebe als Reaktion auf den Reiz der Fasern und die so entstehenden Entzündungen.

(pte, Frankfurter Rundschau 27.11.01)


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4. Energiesparfenster

Wärmeisolierte Gläser lassen Pflanzen verkümmern.

Moderne Energiesparfenster lassen Pflanzen im Dunkeln stehen. Von September bis Mai beobachten Gärtner bei Pflanzen immer häufiger ein Dahinsiechen und Kümmern. Was ist die Fehlursache?
Lichtmessungen in verschiedenen Gebäuden, in denen die Innenraumbegrünung kränkelte, zeigten den Mangel: Es fehlt an Licht. Obwohl die Pflanzen direkt an den Fenstern stehen, kommt bei ihren Blattsensoren zu wenig Licht an.

Schuld ist die Wärmeschutzverordnung. Sie wurde am 1. Januar 1995 in Kraft gesetzt mit dem Ziel, den Wärmeverlust von Gebäuden [...] zu reduzieren. [...] Zur Erreichung dieses Ziels sind Gläser entwickelt worden, die mit Edelmetallen beschichtet sind und die Wärmestrahlen-Transmission sehr gut reduzieren. [...]

Das zweite Problem, das der Überhitzung in den Sommermonaten, wird mit Sonnenschutzgläsern gelöst. Diese können bis zu 55% der auftreffenden Sonnenstrahlen reduzieren. [...] Je höher der Sonnenschutz und/oder je geringer der Wärmeverlust aus den Räumen durch die Glasfassade ist, desto geringer ist der Durchgang der Sonnenstrahlen (g-Wert). Im Vorfeld der Grünplanung sollten Architekten unbedingt nach dem g-Wert eines Glases fragen! Im Sommer ist die Reduzierung der Lichtmenge kein Problem, doch von September bis Mai leiden sie an Lichtmangel. Sie welken, kümmern und können sogar absterben. [...] Dem menschlichen Auge erscheinen die Räume hinter Sondergläsern zwar optisch hell, die für Pflanzen wichtigen Lichtbereiche werden jedoch nicht durchgelassen. Pflanzen nutzen die Strahlungstransmission im sichtbaren Bereich von 380-780 Nanometer (nm), manche auch die für das menschliche Auge nicht sichtbaren ultravioletten Strahlen (bis 320nm) und die Infrarotstrahlung von 780nm bis 1,4 Micrometern. Den zuerst genannten Bereich der Lichtwellen brauchen die Pflanzen für die Photosynthese, die eigene Produktion von Kohlenhydraten, ihre Nahrung. Ohne diese Lichtwellen bricht die Physiologie der Pflanzen zusammen. Sie kümmern und sterben.

Aus den ibau-Planungsinformationen 12.2.1999 - Stuttgart.


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5. Handwerk Meistertitel

Nach einer Studie im Auftrag des Uni Marketing Instituts für Handwerks-Marketing, Augsburg, legen 53 Prozent der Deutschen keinen Wert auf den Meistertitel im Handwerk.
  Dr. Bernd W. Domach, Leiter des Instituts: 'Nicht die politische Unabwägbarkeit der Liberalisierung des  Meister-Zwangs, sondern die zuverlässige Profilierung wird zur Überlebensfrage fürs Handwerk. Es wird Zeit, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzugehen.'


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6. Holz

Erhitztes Holz verzieht sich nicht (Materialforschung)

Finnische Forscher wollen dem Holz neue Einsatzfelder in der Bau- und Möbelindustrie erschließen. Sie haben herausgefunden, dass sich Holz nach einer speziellen Hitzebehandlung kaum noch verziehen kann. Dafür muss das Holz über 24 Stunden hinweg einer Temperatur von mindestens 200 Grad Celsius ausgesetzt werden. Es kann anschließend verbaut werden, ohne dass ein späteres Schrumpfen oder Aufquellen zu befürchten sind.
 Durch die Behandlung dunkelt das Holz und wird in seinem Braunton dem Hartholz der Tropenwälder ähnlich, sagen die Forscher.  Die Hitze habe außerdem einen umweltfreundlichen Nebeneffekt: Sie bricht die Zuckerstoffe im Holz auf. Dadurch sind sie später für schädliche Pilze ungenießbar. Eine chemische Behandlung gegen Pilzbefall kann entfallen. Theoretisch sei jedes Holz für die Hitzebehandlung geeignet, so die Forscher. Besonders gut seien jedoch Kiefer, Fichte, Birke und Espe zu verarbeiten.

Quelle: Alpha Galileo, 11.5.2001
Forschung: Dr Erja Ämmälahti Tekes, the National Technology Agency of Finland


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7. Stromverbrauch 2002

Fast die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms (49 %) treibt Motoren in Haushalten, Industrie und Verkehr an. Ein Drittel nutzen die Verbraucher für Prozesswärme, Warmwasser und die Heizung. Das haben aktuelle Berechnungen der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) für das Jahr 2002 ergeben. Rund 10% des gesamten Verbrauchs dient der Beleuchtung, mit 7 % schlage die Informations- und Kommunikationstechnik zu Buche.
   Insgesamt haben die deutschen Stromversorger im Jahr 2002 504 Mrd. kWh Strom erzeugt.
http://www.strom.de/


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8. VDI Luftgüte-Karte

http://www.vdi-nachrichten.com/Redaktion/Umwelt/Welcome.html.

Der Webserver des VDI in Düsseldorf hat eine Luftgüte-Karte mit den Daten von 297(!) Messstationen in Deutschland, die wöchentlich aktualisiert wird.
  Erfasst werden Maximal- und Mittelwerte der Woche für Schwefel, Schwebstaub, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Ozon.  Zusätzlich wird aus Meßdaten ein Luftgüte-Index berechnet. Zum Download gibt es auf der Seite selbst eine gute Hilfestellung. Die Tabellen sind als dbf-Dateien bei http://www.wi-inf.uni-essen.de/~vdi/vdi-n erhältlich.
  Der Umwelt-Index wird im Auftrag der VDI-Nachrichten von der Georisk GmbH in Kerpen-Türnich erstellt. Tel. 02237-61222 oder Fax 02237-61168.


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9. Wertverlust

'Es kommt ganz darauf an, wie nah die Immobilie an dem Mobilfunksendemast dran ist. Ein Schlafzimmer, was vis a vis den Sendemasten hat - da kann es auch sein, dass 50 % Wertverlust nicht mehr ausreichen. Für mich ergibt sich die Schlussfolgerung, dass ich ein Objekt in unmittelbarer Nähe eines Funkmastes nicht vermitteln würde.'
'Ich habe mit einer Abschirmtapetenfirma Kontakt aufgenommen, die bestätigte, dass selbst hochrangige Angestellte von Mobilfunkfirmen ihre Wohnungen komplett abschirmen lassen. Das ist wirklich erstaunlich, wo das alles doch so ungefährlich ist.'

Hubertus von Medinger vom Ring Deutscher Makler RDM in 'Bayern2 Radio' zum Thema "Antenne auf dem Dach - Immobilienpreis im Keller" (11. Juli 2002)

'Masten schrecken Käufer ab. 70 % der in einer Studie des Rings Deutscher Makler RDM befragten 600 Mitglieder gaben an, dass sich Sendemasten verkaufshemmend oder wertmindernd auf den benachbarten Immobilienbesitz auswirken. Dabei geht es um Wertverluste bis zu 50 % des Kaufpreises, wenn sich das Haus oder die Wohnung unter oder in unmittelbarer Nähe einer Sendeanlage befinden. Das könnte einen Schaden am Privat- und Volksvermögen in Milliardenhöhe bedeuten.'

Welt am Sonntag (21. April 2002)


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10. Wind ist billiger als Kohle

Strom aus heimischer Windkraft ist inzwischen billiger als Strom aus deutscher Steinkohle. Das wird deutlich, wenn man die Kohlesubventionen einmal auf die Kilowattstunde Strom herunter rechnet:
   Im vergangenen Jahr wurde die Steinkohle in Deutschland vom Staat mit 3,3 Milliarden Euro alimentiert. Bei einer Jahresfördermenge von 26,3 Millionen Tonnen sind das 12,5 Cent pro Kilogramm. Da aus einem Kilogramm Kohle in den bestehenden Kraftwerken im Mittel exakt drei Kilowattstunden Strom gewonnen werden können, entfällt auf jede Kilowattstunde eine Subvention von 4,2 Cent.
   Das heißt natürlich nicht, dass Kohlestrom nur 4,2 Cent kostet. Vielmehr muss dieser Betrag aufgewendet werden, um  die  Stromkosten  auf Marktpreisniveau herunter zuschrauben - und das liegt inzwischen im Mittel bei knapp 4 Cent.
   Die Summe von Marktpreis und Subventionsbetrag ergibt nun den Preis einer Kilowattstunde Steinkohlestrom aus deutschen Landen: rund acht Cent. Im Vergleich dazu sind einige erneuerbare Energien billiger. Moderne Windkraftanlagen erzeugen - über ihren Betriebszeitraum von 20 Jahren gerechnet - die Kilowattstunde für sieben bis acht Cent. Bei kleinen Wasserkraftanlagen liegt der kostendeckende Satz laut Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) bei maximal 7,67 Gent.

Bernward Janzing in der Energiedepesche 1/2004


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